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Lebenshaltungskosten massiv gestiegen. Preisanhebungen für 2008 geplant

Preise für Nahrungsmittel steigen weiter
Für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke mussten Verbraucher im Jahreszeitraum 08/2006 - 08/2007 im Durchschnitt 2,4 Prozent mehr bezahlen. Der Preisindex für die allgemeine Lebenshaltung hat sich im gleichen Zeitraum um 1,9% erhöht. Die Preise für Milchprodukte zogen weiter an. Durch die angekündigten Preiserhöhungen bei Frisch- und H-Milchprodukten stieg der Absatz bei Frisch- und H-Milch Ende Juli 2007 um knapp 29 Prozent. Ab August 07 ging der Milchabsatz drastisch zurück. Im Großhandel stieg der Preis bei Getreide, Saaten und Futtermittel um 62,6 Prozent im September gegenüber dem Vorjahr. Bei landwirtschaftlichen Grundstoffen und lebenden Tieren stieg der Preis um 33,8 Prozent. Milch, Milcherzeugnisse, Eier und Speiseöle kosteten 18,8 Prozent mehr. Die Lebensmittelindustrie geht davon aus, dass die Preise für Nahrungsmittel auf Grund gestiegener Rohstoff- und Energiepreise weiter steigen werden. Nach Angaben des Bundes-Verbandes der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) widerspiegeln sich die gestiegenen Rohstoffkosten noch nicht in den Endverbraucherpreisen. Preisanpassungen sollen laut Ankündigungen des Einzelhandels erst in den kommenden Monaten erfolgen. Derzeit ist der Preis für Rohstoffe für Lebensmittel in erheblichen Ausmaß von der Nachfrage aus dem Bioenergiesektor und den Öl- und Treibstoffmärkten getrieben.
Quelle: BVE- Pressemitteilung 26.09.07, MAZ - 27.09.07, 01.10.07, Statistisches Bundesamt, Berliner Morgenpost - 12.10.07, bdsi.de Pressemitteilung 11.10.07

Bier ab 2008 teurer
Die deutschen Bierbrauer planen ab 2008 die Preise um fünf bis zehn Prozent anzuheben.
Nach Angaben des Deutschen Brauer-Bundes sei Strom um 23% gestiegen. Der Hopfenpreis habe sich verdoppelt, Braumalz ist 84% teurer als noch vor zwölf Monaten und der Glaspreis ist um 30% gestiegen. Diese Kostensteigerungen können nach Auffassung des Deutschen Brauer-Bundes nicht mehr durch Einsparungen in den Brauereien aufgefangen werden. Ein weiteres Sinken der Erlöse gefährde nach Angaben des Brauer-Bundes Betriebe und Arbeitsplätze. Der Deutsche Brauer-Bund rechnet mit weiter steigenden Kosten u. a. durch die Folgen des Emissionshandels, der zwangsläufig zu einem höheren Strompreis führe, und die staatliche Förderung der erneuerbaren Energien, die zudem eine Wettbewerbsverzerrung bewirke. Das schlage bei einer energieintensiven Branche wie der Brauwirtschaft besonders durch.
Quelle: MAZ 11.09.07, brauer-bund.de Pressemitteilung v. 10.09.07

Süßigkeiten immer teurer
Die Preise für Schokolade, Kekse und Gebäck werden nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) in den nächsten Monaten steigen. Grund für die Preissteigerungen sind laut BDSI die hohen Preise für Rohstoffe, Energie und Verpackungen. Ein Ende der Teuerungswelle scheint nicht in Sicht. Die deutschen Süßwarenhersteller erwarten deutliche Einbußen, da sich vor allem die gestiegenen Rohstoffkosten noch nicht in den Preisen für die Endverbraucher widerspiegelten.
Quelle: Berliner Morgenpost - 12.10.07

Die deutsche Ernährungswirtschaft hat in der ersten Hälfte 2007 rund 16,3 Milliarden Euro im Ausland erwirtschaftet und damit 13 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Deutschland ist laut der Centralen Marketing Gesellschaft der Deutschen Agrarwirtschaft (CMA) der viertgrößte Agrarexporteuer hinter den USA, Frankreich und den Niederlanden. Fast ein Viertel der Erlöse der Lebensmittelindustrie stammt aus dem Export.
Große Nachfrage besteht bei Fleisch, Molkereiprodukte, Backwaren und Süßigkeiten.
Quelle: Berliner Morgenpost 15.10.07

Strompreise steigen zum Jahresbeginn 2008
Rund 3,8 Millionen Haushalte in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz müssen mit höheren Strompreisen ab 2008 rechnen.
Der Energiekonzern RWE plant eine Erhöhung der Strompreise um durchschnittlich 6,6 Prozent. Rund 170.000 Kunden der Lechwerke Bayern sind von einer Strompreiserhöhung von bis zu 9,8 Prozent betroffen. Grund für die Preissteigerungen sind nach Angaben von RWE höhere Strombeschaffungskosten und Kostenbelastung durch die Förderung von Solarenergie und Windkraft. Für Haushaltskunden der RWE bedeutet eine Preiserhöhung von 6,6 Prozent Mehrkosten von rund 50 Euro im Jahr. RWE Rhein-Ruhr und RWE Westfalen-Weser-Ems hatten zuletzt im Januar 2007 die Strompreise um rund fünf Prozent erhöht.
Die Energiekonzerne E.ON und EnBW prognostizieren für die nächsten Jahre weiter steigende Strompreise. Gründe für Preissteigerungen bei Strom sind nach Angaben von EnBW der steigende Wettbewerb, die wachsende Zahl der Abnehmer und sinkende Rohstoffmengen. Zudem belasten die hohen staatlichen Abgaben den Strompreis. Der Staatsanteil am Strompreis ist seit 1998 u.a. durch die Stromsteuer- von 25 auf 40 Prozent gestiegen.
Der Bund der Energieverbraucher kritisiert die Preiserhöhungen der Konzerne. Die Preise sind "dramatisch überhöht.
Die Strompreise steigen seit sieben Jahren und ein Ende der Strompreiserhöhungen ist nicht in Sicht.
Quelle: Welt.de/- 05.10.07, Berliner Morgenpost 05./12.10.07, MAZ -15./16.09.07

EON Regionalversorger erhöhen Strom- und Gaspreise zum 01.Januar 2008
Die Strompreise der sieben E.ON-Regionalversorger steigen in der Grundversorgung zum Jahreswechsel von 7,1 Prozent bei E.ON Hanse bis 9,9 Prozent bei E.ON Bayern. Für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden steigen die monatlichen Stromkosten um etwa 4,30 Euro bis ca. 5,80 Euro. Bei Gas liegen die Steigerungsraten in der Grundversorgung zwischen 3,4 Prozent bei E.ON Thüringer Energie, 6,8 Prozent bei E.ON edis und 8,8 Prozent bei E.ON Westfalen Weser. Dies entspricht bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 25.000 kWh in etwa einer monatlichen Mehrbelastung zwischen 4,96 Euro, 9,05 Euro und 11,40 Euro.
Der EON Konzern begründet die Erhöhung der Endverbraucherpreise wegen höherer Beschaffungskosten und den steigenden staatlichen Abgaben für Erneuerbare Energien.
Quelle: Pressemitteilung eon-energie.com v. 15.10.07

Gas für viele Haushalte teurer
Für viele Haushalte in Deutschland wird Gas teurer. Bereits zum 01.Oktober 2007 haben viele Gasversorger die Preise erhöht. 72 Anbieter erhöhten die Gaspreise um durchschnittlich 4,2 Prozent und nur 25 Gasversorger haben die Gaspreise gesenkt.
Die Stadtwerke Goch (Alleinbesitz der Stadt Goch) und die Energieversorgung Kranenburg verlangen von ihren Kunden 10,6 Prozent mehr.

Verbraucher können Gasanbieter wechseln. Je nach Region lassen sich mehr als hundert Euro sparen. Gasanbieter vergleichen hier.

Höhere Fahrpreise ab Dezember 2007
Für Millionen Pendler wird Bahn fahren teurer!
Die Deutsche Bahn plant ab Dezember 2007 eine weitere Anhebung der Tarife um 2,9 Prozent im Fern- und Nahverkehr. In der 1.Klasse fällt der Anstieg noch stärker aus. Auch Bahncards und Sitzplatzreservierungen sollen teurer werden.
Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres hebt die Deutsche Bahn die Preise an. Die Bahn hatte erst Anfang 2007 ihre Preise angehoben. Grund für die erneute Preisanhebung sind nach Angaben der Bahn gestiegene Energie- und Personalkosten.
Quelle: FAZ/MAZ- 25./26.09.07

Verbraucherpreise in Deutschland

06/2007 1,8%
07/2007 1,9%
08/2007 1,9%
09/2007 2,4%

Inflationsrate in der Eurozone

06/2007 1,9%
07/2007 1,8%
08/2007 1,7%
09/2007 2,1%

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist der Verbraucherpreisindex für Deutschland von September 2006 bis September 2007 um 2,4% gestiegen. Dies ist die höchste jährliche Teuerungsrate seit zwei Jahren. Die Verbraucherpreise zogen im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent an.
Hohe Energiepreise verteuern die Preise im Euro-Raum. Die jährliche Inflationsrate stieg im September auf 2,1 Prozent nach 1,7 Prozent im Monat zuvor.
Die jährliche Inflationsrate misst die Preisveränderungen im laufenden Monat gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres.
Diese Daten werden von Eurostat (Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften) und Destatis ( Statistisches Bundesamt Deutschland) veröffentlicht.
Quelle: FAZ- 17.10.07, eds-destatis.de - Pressemitteilung v. 16.10.07,

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